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Einreise nach Thailand: eine Reise nach Plan

Am besten lässt sich das Abenteuer “Einreise nach Thailand” graphisch darstellen. Glücklicherweise wurde das Budget für Farbstifte einstimmig bewilligt:

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Grafik: N. S. aus OW

Die Ausgangslage war wie folgt: Samuel und Nathalie weilten in Georgetown auf der Insel Penang in Malaysia und hatten für den Abend ein Zimmer in Satun, Thailand gebucht. Es war ca. 09.00 Uhr morgens.

Die Variante 1 (V1 hellblau-türkis in der Grafik) wurde schon am Vortag aufgrund einer ausgebuchten Penang – Langkawi Fähre verworfen. Diese Variante wäre die schnellste und eleganteste gewesen (Fähre Penang – Langkawi und dann Fähre Langkawi – Satun).

Um 09.01 Uhr war der Kaffee getrunken, das Zmorgen gegessen, Samuel und Nathalie machten sich also auf den Weg zur Fähre nach Butterworth (gleich für Varianten 2 violett & 3 orange):

Fähre zwischen Georgetown und Butterworth
Fähre zwischen Georgetown und Butterworth also die in die Gegenrichtung weil wir auf der anderen drauf waren

Der Plan war (Variante 2) von Butterworth aus den Bus nach Kuala Perlis zu nehmen und von dort mit dem Ruea Hang Yao nach Satun zu düsen. Dies hatten wir am Vorabend im Internetz rescherschiert.

In Butterworth angekommen, wurde sodann ein Busticket nach Kuala Perlis gelöst:

Bus billett damit wir wissen wie das Unternehmen heisst, falls wir wieder etwas liegen lassen
Busbillett damit wir wissen wie das Unternehmen heisst, falls wir wieder etwas liegen lassen…

Bis hierhin lief alles reibungslos, nur dass wir zwei Stunden warten mussten bis der Bus endlich losfuhr.

Nach drei Stunden Fahrt sind wir in Kuala Perlis angekommen. Dort hatten wir einige Schwierigkeiten die Zollstelle zu finden. Als uns dies schliesslich gelang, informierten uns die freundlichen Zollbeamtinnen, dass heute kein Boot fahren würde, da Samstag Nachmittag und Chinese New Year, wer will da schon arbeiten?

Also nahmen Samuel und Nathalie ein Taxi nach Padang Besar. Kurz vor der Grenze wurden wir vom Taxifahrer darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht über die Grenze fahren würde und dass wir dies mit dem Töfflitaxi machen müssten. Und los:

Mit Sack und Pack auf dem Töffli
Mit Sack und Pack auf dem Grenzübergangs-Töffli

Die Thais hatten kein Problem damit, dass wir ihr Land tourismisieren wollen, gaben uns aber nur zwei Wochen, weil wir auf dem Landweg eingereist sind, schade… dafür haben sie mit ihren Telefons Fotos vom Scän unserer Rucksäcke gemacht, weil sie’s lustig fanden?

Inzwischen war es 17:30 in Thailand und 18:30 in Malaysia. Nach erfolgreichem Geldauftanken fanden wir einen passenden Bus, der uns sofort nach Hat Yai fuhr. Dort brauchten wir nur umzusteigen und um ca. 21:00 Uhr (Thailandzeit) trafen wir erschöpft und es bitzli verschwitzt im Ang Yee’s Guesthouse and Art Cafe in Satun ein:

Schlafzimmer: passt!
Schlafzimmer: passt!

Von diesen Strapazen mussten wir uns erholen und haben daher einen Ruhetag in Satun eingelegt, bevor es ab auf die Inseln ging.

 

Penang: weg von Kuala Lumpur

Wie an dieser Stelle bereits berichtet,  haben wir Kuala Lumpur von vorne bis hinten tourismisiert.

Daher haben wir – kaum unser China Visum in Händen – den erstbesten Bus aus der Stadt raus geschnappt. Dieser (bzw. die anderen Verkehrsteilnehmer ;)) führte uns den beeindruckenden malayischen Fahrstil vor Augen:

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Man fährt dort wo’s gerade Platz hat…

Der Bus führte uns nach Butterworth, von wo aus wir die Fähre nach Georgetown zu nehmen gedachten. Was wir auch taten und uns für ca. fünf Minuten wahnsinnig schlauer als alle anderen Mitreisenden fühlten, die denselben Bus genommen hatten. Der Grund hierfür ist, dass der Busbahnhof in Georgetown sehr weit weg vom Stadtzentrum ist, die Fähre von Butterworth führt hingegen direkt ins Stadtzentrum von Georgetown.

Blick von der Fähre auf Georgetown auf der Insel Penang
Blick von der Fähre auf Georgetown auf der Insel Penang

Nach diesen fünf Minuten bemerkten wir, dass Samuels nigelnagelneuerRicardoFotoapparatmit16fachemZoom im Bus liegen geblieben war. Es stellte sich heraus, dass telefonieren mit der Busgesellschaft in etwa so erfolgreich war wie das Ziel von Roger Federer einen rein schweizerischen Australien Open Final 2014 herbeizuführen. Daher beschlossen wir einstimmig in Georgetown ein Taxi zum Busbahnhof zu nehmen und unseren Bus abzupassen. Auch dieses Unterfangen erwies sich als nicht sehr erfolgreich, da wir aus dem Taxi geschmissen wurden, weil jemand darauf bestand, dass der Taxameter eingestellt werden sollte und der Taxifahrer sich weigerte. Janu nahmen wir halt den ÖV-Bus zum Busbahnhof (50 nervtötende Minuten, ca. 20 Rp.).

Kaum dort angekommen sichteten wir besagten Fernbus, der gerade mit frischen Passagieren befüllt wurde. Nach kurzem Suchen wurden wir fündig und das “Abnähmi” befindet sich seither wieder wohlbehütet in unseren Händen. Und das heisst wir sind bisher immer noch ohne Verluste am Reisen.

Zurück im Stadtzentrum von Georgetown wollten wir diesen Erfolg mit Bier feiern. Dies war schwerer als gedacht, da Malaysia ein muslimisches Land ist und Muslime finden Alkoholtrinken ist blöd , und die Chinesen (üblicherweise zuverlässige Bierlieferanten in Malaysia) allesamt chinesisch Neujahr feiern mussten – und vor lauter Feuerwerk keine Zeit fanden, uns Bier zu verkaufen.

Der Muezzin gebetsruft, der Chinese velofährt, die Nathalie promeniert:

Wir wurden schlussamend glich noch fündig.

Hier kann man Biertrinken: Foodcourt in Georgetown Malaysia
Hier kann man Biertrinken: Foodcourt in Georgetown Malaysia

Georgetown eignet sich dank dem Weltkulturerbe-Stempel der UNESCO übrigens sehr gut zum Tourismisieren. Man bekommt eine Karte, auf welcher die Sehenswürdigkeiten schon abgebildet sind. Die muss man dann nur noch suchen und abfotografieren. Der faule Tourist kann sich auch gleich ganz dem Essen und Trinken widmen (und den Prospekt einscännern zum den Nachbarn zu Hause zeigen). Wir sind noch nicht ganz sooo faul und haben daher fleissig die wichtigsten Sachen abgenommen:

Hier zum Beispiel der Vicoria Clocktower oder so. Nathalie hat die Tourismisierbedienungsanleitung für Georgetown in den Händen
Hier zum Beispiel der Victoria Clocktower. Nathalie hält die Tourismisierbedienungsanleitung für Georgetown in den Händen

Auch sehenswert ist das Fort, wo heute wie damals suspekte Persönlichkeiten eingesperrt werden:

Exemplar N° 1983 Vermerk: saugföolich
Exemplar N° 1983
Vermerk: saugföolich
Exemplar N° 2 Vermerk: saugföolicher
Exemplar N° 1984
Vermerk: duisuidui

Andere Sehenswürdigkeiten im Fort waren archäologische Artefakte wie zum Beispiel diese Velochetti:

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oder auch der Ameisenschaltschrank (ist in Betrieb):

malayische Elektroarbeit- fast so wie bei uns.
malayische Elektroarbeit- fast so wie bei uns.

Auch sehenswert in Georgetown sind die Clan-Jetties. Dabei handelt es sich um kleine Fischerdörfchen auf Stelzen am Ufer, welche sich einflussreiche chinesische Grossfamilien gebaut haben. Diese Siedlungen sind zum Teil über hundert Jahre alt und man kann sich als Tourist sehr gut in den verwinkelten Gassen auf dem Wasser verlieren. Da wurden zum Teil recht luxuriöse Wohnungen auf Pfählen ins Meer gebaut:

Man beachte die Machart der Pfähle!
Man beachte die Machart der Pfähle!
Jetty vom Chew Clan in Georgetown
Jetty vom Chew Clan in Georgetown

Georgetown ist auch wegen der vielen Streetart berühmt, welche wir selbstverständlich auch gefötelet haben:

erzieherisch, ...
erzieherisch, …
Chätzli und Chines,
Chätzli und Chines,
Chätzli ohne Chines, dafür mit Schatten
Chätzli ohne Chines, dafür mit Schatten
Kunst (das ist übrigens ein Foto von einer Baumskulptur)
Kunst (das ist übrigens ein Foto von einer Baumskulptur)
fortschrittsgläubiges Graffitti...
fortschrittsgläubiges Graffitti…

 

eingemauertes Velo mit zwei gemalten Malayen und zwei biologischen Chinesen
eingemauertes Velo mit zwei gemalten Malayen und zwei biologischen Chinesen

Das wär jetzt super xi als Bildstrecke aber der Samuel bastelt es erst wenn ich nachher gleich schlafe- daher dranbleiben…

Penang und Georgetown waren genau der richtige Ort um Chinese New Year zu feiern, indem man zum Beispiel die indische Göttin Kali fötelet:

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Da wir in Little India (wieso eigentlich nicht Indiatown und Little China?) wohnten, haben wir so viel wie möglich vom besten indischen Essen zu uns genommen:

Mjam
Zmorge, CHF 2.50 (Zusammen), Mjam

Nachdem die Chinesen nun ins neue Jahr geritten sind (an dieser Stelle: ein gutes Neues Jahr des Pferdes wünschen wir euch allen!), beschlossen wir ein neues Land auszuprobieren, nämlich Thailand.

Kuala Lumpur

Eine ganze Woche steckten wir in Kuala Lumpur fest haben wir in Kuala Lumpur verbracht. Das Hauptziel unseres Aufenthaltes hier haben wir am Donnerstag morgen glücklicherweise erreicht: Unser Chinavisum wurde bewilligt.
Wir haben zwei Tage investiert, um eine detailierte Reiseplanung zu erstellen, Formulare auszufüllen, Passfotos zu machen, Kopien zu erstellen und alles auszudrucken. Dafür sind wir durch unzählige Einkaufszentren geirrt, auf der Suche nach dieser oder jener Dienstleistung, meist aber nach einem ruhigen Plätzchen mit funktionierendem Internet und trinkbarem Kaffee.
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Nachdem wir alles beim extrem gut organisierten “Chinese visa application service center” abgegeben hatten, wurden wir für den darauffolgenden Tag zu einem “Interview” ins Konsulat eingeladen, was uns etwas Sorgen bereitete. Wir hatten befürchtet dass der Antrag abgelehnt werden könnte, weil wir keinerlei Buchungen vorweisen können für Hotels, Flüge, etc. und wir auf dem Landweg ein- und ausreisen. Ebenso wollen wir auf dem Weg nach Kirgistan durch Gebiete fahren, die eigentlich nicht für Touristen gedacht sind.
Schlussendlich ging aber alles schnell: Das Interview war nach ca. 30 Sekunden und zwei, drei Fragen vorbei, und zwei Tage später hatten wir unser Visum in der Hand.
Die Zeit zwischen den Terminen füllten wir mit den obligatorischen Tourismus-Optionen welche Kuala Lumpur zu bieten hat:
Rumkurven
Mit der kuriosen Monorail von A nach B fräsen.
Mit der kuriosen Monorail von A nach B fräsen.

 

Essen
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Cait’s Hochzeit
Batu Caves
Riesige Tropfstein-Höhlen im Kalksteinfels, und eine der wichtigsten hinduistischen Schreine ausserhalb Indiens. Die Pilgerstätte ist dem Gott Murugan gewidmet, was man an der ziemlich überdimensionalen goldenen Statue vor dem Aufstieg zu den Höhlen erkennen kann.
Während den hinduistischen Thaipusam Feiertagen pilgern bis zu einer Million Hindus zu den Batu Caves. Dieses Spektakel haben wir (zum Glück) um wenige Tage verpasst – die Spuren in Form von Abfallbergen waren aber noch deutlich zu sehen.
Kleine Nathalie, grosser Gott.
Kleine Nathalie, grosser Gott.
Die erste Höhle von Innen.
Die erste Höhle von Innen.
Geschichte überliefert im Disney-Stil. Ganz alles verstanden haben wir nicht.
Mythologie überliefert im Disney-Stil. Ganz alles verstanden haben wir nicht.
Mehr essen
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Petronas Towers
Nur von aussen die obligatorischen Fotos gemacht, da ein Besuch auf der “Skybridge” relativ teuer ist und man vor allem sinnlos früh am Morgen da sein muss um sich noch eines der limitierten Tickets für den Tag zu sichern.
von unten
von unten
gespiegelt
gespiegelt

 

von etwas weiter weg
von etwas weiter weg
KL Tower
Als Ersatz haben wir uns eine Liftfahrt auf den rund 400 Meter hohen KL Tower gegönnt.
für Kommunikation und Tourismus
für Kommunikation und Tourismus
Der Vorteil an dieser Aussichtsplattform: Man sieht die Petronas-Türme.
Der Vorteil an dieser Aussichtsplattform: Man hat die Petronas-Türme mit im Bild.
Essen
Nasi Lemak
Nasi Lemak, mjam 🙂
Masjid Negara
Ein Besuch in der riesigen “Nationalmoschee”, wo wir violette Kutten bekommen haben für extracoole Fotos.
Wer hat Angst vorm Minarett?
Wer hat Angst vorm Minarett?
Verschteckis in der Moschee...
Verschteckis in der Moschee…
Verschiedene Hostels ausprobieren
Insgesamt drei Stück in sieben Nächten. Erwähnenswert vor allem das “Containerhotel“, wo wir in einer Betonröhre geschlafen haben. War irgendwie noch speziell. Und nicht gerade geräumig.
Hobbit Höhle von Innen
Hobbit Höhle von innen…
...und von aussen
…und von aussen
Weiteres Herumirren in riesigen Konsumtempeln
Samuel und Marvin deprimiert vom Shopping
Samuel und Marvin deprimiert vom Shopping.
Wir dachten eigentlich wir hätten in Singapur schon alle Superlativen gesehen, was Shopping betrifft. Weit gefehlt: In dieser Mall gibt es einen ganzen Vergnügunspark inkl. Achterbahn.
Wir dachten eigentlich wir hätten in Singapur schon alle Superlativen gesehen, was Shopping betrifft. Weit gefehlt: In dieser Mall gibt es einen ganzen Vergnügunspark inkl. Achterbahn.

 

Menschen beobachten (Und fotografieren)
Nachmittagsschläfchen im Botanischen Garten.
Nachmittagsschläfchen im Botanischen Garten. Man beachte die bequeme Schlafposition des Menschen links.
Der Selfie-Helper-2000-Premium!
Der Selfie-Helper-2000-Premium!
Saudi Tourist mit seinen vier Frauen.
Sommerlicher Saudi Tourist mit seinen vier Frauen
chinesisches Meitli in Kuala Lumpur
Chinesisches Meitli in Kuala Lumpur oder Zürich, oder London, oder Buenos Aires…
Claypot (=asiatischer Römertopf) wird überall angeboten.
Claypot (=asiatischer Römertopf) wird überall angeboten und als Variation von Andis Version mit Reis statt Kartoffeln
Farbige und weniger farbige "echte" und günstige Uhren.
Farbige, weniger farbige und auf jeden Fall verdächtig günstige “Markenuhren”.
Genuine copy zu verkaufen...
Die Strassenhändler bezeichnen ihre Ware selbst als “genuine Copy”.
Gangnam style in Hindu Tempel
Gangnam style im Hindu Tempel
Chef lueged dass glueged isch und Frau schafft: Gassenküche
Chef lueged dass glueged isch und Frau schafft: Gassenküche

Chinesische Hochzeit

Wie bereits angekündigt, waren wir statt auf Andi und Ramonas Hochzeit in Hosenruck in Kuala Lumpur auf Cait und Abhis chinesischer Hochzeit.

Statt Chäshörnli mit Öpflmues gab es folgendes zu essen:

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Als erstes gab es “Premier Five Happiness Platter”:

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Zwei happy inkognito “Chinesen” am Oyster Cake essen (hier gibt es ein Rezept, falls jemand nachkochen möchte, ist imfall fein).

Aber das war nur der Anfang…

Als nächstes folgte “Braised Dried Seafood with Shredded Lobster Soup” (geschmorte getrocknete Meeresfrüchte mit Suppe aus kleingeschnittenem Hummer oder so) , das sagt so ziemlich genau was es ist, und ja es hat Tentakel drin:

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Was die nicht-so-gern-fischiges-essenden unter uns freute war der nächste Gang nämlich “Roasted Crispy Shatin Chicken” (Geröstetes knuspriges Shatin Poulet). Das waren so herzige Pouleli, am besten mit Chili Sauce zu geniessen (hier noch ohne Chili Sauce):

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Samuel freute sich dann auf “Steamed Fresh Pomfret with Soya Sauce”, weil er an das dachte. Es war dem allerdings nicht so:

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Auch der nächste Gang war von Meeresfrüchten geprägt, “Chef’s Special Premier Sea Prawns in Crispy Rice”:

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Und flott gings weiter mit “Braised Sea Cucumber, Jumbo Top Shell with Broccoli” – wer jetzt denkt Sea Cucumber sei vegetarisch oder so liegt imfall falsch: Seegurken.

Und ich bin gerade extrem froh habe ich es erst jetzt gegoogelt und nicht während dem Essen! Also der Broccoli sah ganz amächelig aus:

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Wir haben jedoch tapfer alles (oder zumindest das meiste) aufgegessen!

Vor dem Dessert gab es noch Lembas Brot beziehungsweise “Wok-fried Premier Glutinous Rice in Lotus Leaf”:

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Dann kam es zu einem westlichen Hochzeits-Intermezzo: Alkohol.

Kurz zur Erklärung, im Gegensatz zu den Hochzeiten bei uns (gäll Andi und Ramona) gab es bisher nur (!!!) Tee zu trinken.

Die Hochzeitszeremonie fand in kleinem Kreise statt – zum Essen waren dann alle nicht so wichtigen Freunde und Verwandte eingeladen (z. B. wir). Das Essen fing um Mittag an und um 3 Uhr nachmittags war der ganze Zauber vorüber. Und üblicherweise wird ausschliesslich Tee getrunkten, da Abhi und Cait aber ein spezielles Paar sind haben sie eine (!) Flasche Champanier aufgetrieben:

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Nach dem Cüpli waren wir bereit fürs Dessert, “Double Happiness of Sea Coconut, Lotus Seed and Lily Buds in Light Syrup” (Doppeltes Meereskokonuss – Glück, Lotus
Samen und Lilien Knospen in leichtem Sirup gemäss Nathalies Übersetzungskünsten). Dazu gab es “Duo of Chinese Pastries” (chinesisches Gebäck Duo):

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War also sehr fein. Wirklich!

Sonst sind zum Thema chinesische Hochzeit noch ein paar Dinge zu vermelden:

  • Samuel und Nathalie hatten sich im Vornherein mit der passenden Kleidung eingedeckt (siehe Tour de Singapour). Nathalie’s Kleidli heisst übrigens “Cheong Sam” und Samuels “chinesisches Hömmli”:

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  • Als Geschenk für alle Gäste gab es kleine Gläser mit extra angefertigten Süssigkeiten:

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  • Caits Bruder Thomas wohnt in Shanghai und hat uns zu sich eingeladen. Eventuell werden wir dort Cait und Abhi wiedersehen.
  • Dania sei Dank waren wir vorbereitet und haben sogar einen Wedding Hong Bao geschenkt. Das sind rote Couverts mit so schönen Zeichnungen drauf, in welche man Geld rein tut und es dann dem Brautpaar schenkt. Laut Dania (bzw. ihrer Mutter) sollte man in etwa so viel Geld hinein tun wie das Essen kostet. Für uns eine gute Gelegenheit unsere restlichen Singapur Dollars zu vertickern verschenken.
  • Wir glauben, dass die beiden unglaublich schöne Kinder haben werden.

Für uns war dies eine aussergewöhnliche Erfahrung, die wir nie vergessen werden. Wir danken Cait und Abhi, dass sie uns eingeladen haben und wünschen ihnen, dass sie eine glückliche und lustige Zukunft miteinander haben werden.