Archiv der Kategorie: Wieder öppis glernt

Wissenswertes aus aller Welt

erster McDonalds von Vietnam

Ein Burger mit ein bitzli Ketchup in einem Brötchen tönt nach fast zwei Monaten Reis essen sehr verführerisch. Dank dem Internet erfuhren wir,  dass vor knapp einem Monat der erste McDonalds von Vietnam in Ho Chi Minh City eröffnet wurde. Das wollten wir uns näher ansehen (und einen Burger essen).

Schlange vor dem Eingang, zumindest vorgesehen
Schlange vor dem Eingang, zumindest ist sie vorgesehen

Im kommunistisch geprägten Vietnam ist das Prinzip der schnellen Bestellung (noch?) nicht sehr verbreitet, daher müssen alle Leute erzogen werden. So muss man schon vor dem Eingang seine Bestellung mit Hilfe einer Menukarte (!) auf einen Zettel aufschreiben.  Anschliessend wird man hineinbegleitet und die Bestellung wird digital aufgenommen. Dann wird man einer Kasse zugewiesen. Dort versichert sich die Kassiererin noch einmal, ob die Bestellung korrekt ist, und nach kurzem Warten  (und Bezahlen) erhält man schliesslich den langersehnten Burger.

zack und schon ist der Burger wieder weg
Mampf und schon ist der Burger wieder weg: fastfood
wer will das nicht, ein Erinnerungs-T-Shirt an den McDonalds Besuch
Wer will das nicht? Ein Erinnerungs-T-Shirt an den McDonalds Besuch.

 

Kambodscha dies und das

Kambodscha war das erste Land welches uns beiden bisher unbekannt war, und von dem wir uns kaum eine Vorstellung gemacht haben. Deshalb hier zuerst ein paar Dinge, die uns gleich oder mit der Zeit aufgefallen sind.

Was für einen Unterschied bei Land und Leuten eine Landesgrenze (und ein paar Kilometer Distanz) ausmachen, hat uns mal wieder überrascht. Im Gegensatz zu Thailand wo immer nur gelächelt wird, zeigen die Leute hier auch wenn sie mal keinen Bock haben. Dafür wirkt eine freundliche Geste oder ein Lächeln wieder erfrischend und ehrlich.

Dabei könnte man meinen, die Kambodschaner hätten wenig Grund zum Lachen. Die Geschichte der letzten zweihundert Jahre hat es nicht gut gemeint mit Kambodscha: Als eines der ärmsten Länder der Welt hat es noch immer zu kämpfen mit dem Erbe des Kolonialismus, des Vietnamkrieges, und vor allem der roten Khmer.

Die Landeswährung namens Riel ist an den US Dollar gekoppelt (4000 Riel = 1$). Am Bankomat gibt es nur Dollar, Dollarmünzen sind aber keine im Umlauf, im Alltag werden beide Währungen verwendet. Man bezahlt z.b. ein Essen für 8.50$ mit einem 5$- und einem 20’000 Riel-Nötli, und bekommt als Retourgeld einen Dollar und 2000 Riel. Man hat insgesamt etwa 15 verschiedene Noten zur Verfügung, was anstrengend sein kann wenn man beide Währungen nicht kennt…

Riel, Dollar, Same Same
Riel, Dollar, Same Same

Man(n) kann es kaum glauben, aber diese Kambodschaner brauen das uns wohlbekannte Anker-Bier, und schreiben seinen Namen in bestem Thuorgauerdütsch!

Angkor Bior
Angkor Bior

Dank dem französischen Kolonialeinfluss wird in Kambodscha rechts gefahren. Dies (und der lokale Fahrstil) führt dazu, dass wir täglich fast überfahren werden beim Strassen überqueren, da wir uns schon fast an den Linksverkehr gewöhnt hatten. Auch lustig war das Verkehrschaos auf der Brücke beim Grenzübergang, wo alle Fahrzeuge die Seite wechseln müssen, aber irgendwie der Platz dafür vergessen wurde.

Remork (oder auch Tuk-Tuk)
Das klassische Tuk-Tuk ist ein Dreiradmobil. Das lokale Massentransportmittel hingegen besteht aus einer Kombination aus Töff und Wagen die uns bisher noch nicht begegnet ist: der Wagen wird wie ein Sattelschlepper auf den leicht modifizierten Töff montiert. Nutzlast: Soviel wie irgendwie möglich und dann noch ein bisschen. Um die aus Thailand einreisenden Touristen nicht noch mehr zu verwirren (Arkuun statt Kapunkaa für Danke  z. B.), wird das Remork im allgemeinen aber Tuk-Tuk genannt, obwohl die kambodschanische Regierung nicht damit einverstanden ist.

Personen-Tuktuk für 5 Touristen oder 10 Einheimische
Personen-Remork für 5 Touristen oder 10 Einheimische
Da hätte eigentlich noch mehr Platz obendrauf
Da geht noch was: Last-Remork