Archiv der Kategorie: Thailand

Kaffee und Kautschuk

Nach unserem Ausflug in die Wildnis des Nationalparks klappte das lange erwartete Treffen mit Christian schliesslich doch noch. Wie schon kurz angedeutet baut Christian an seinem Kaffee-Imperium à la Nespresso hier in Thailand. Von ihm und Lada, der lokalen Geschäftsführerin, kriegten wir in den letzten Tagen einen interessanten Einblick hinter die Kulissen der unbeschwerten Touristenwelt, und besuchten Orte, die wir sonst ignoriert oder auch ganz bewusst ausgelassen hätten.
So führte uns ein erster Tagestrip zum lokalen Vertriebspartner in Phuket. Nathalie und ich erkundeten die Stadt, Chris und Lada hielten Meetings. So geht das. Danach blieb noch Zeit für einen geinsamen Besuch des großen Buddhas der auf einem der Hügel aus enormen Mengen Beton entsteht. Man hat zuerst den Buddha selbst gebaut, und versucht nun mit Hilfe von Spenden der vielen Besucher das ganze Drumherum fertig zu bauen. Ein cleverer Plan. Nur sieht die Baustelle aus als hätte man ziemlich planlos mit dem Betonieren begonnen.

Buddha wartet auf Beton
Buddha braucht Beton
Preisliste
Preisliste

Wir waren in Versuchung, einen Sack Zement (150 Baht, ca. 5 Franken), oder einen Lastwagen voll Sand für 1000 Baht zu spendieren. Leider darf man aber nicht selbst bestimmen, an welcher Stelle diese Spende ausgekippt bzw. hingepflastert wird. Wir erinnerten uns an unsere streng katholische Erziehung und ergriffen die Flucht.
Wohin?
An den berüchtigten Patong Beach. Dieser erfüllt so ziemlich alle einschlägigen Klischees von Thailand: Alles was Brüste hat (ob echt oder falsch) kann man kaufen, die mit den falschen Brüsten sind sehr präsent und gar nicht scheu, genauso wie die Busladungen stilvoll gekleideter Russen und kichernder Chinesen. Wir widerstanden der Versuchung, uns für 100 Baht gegenseitig beim Ladyboy-Busengrapschen zu fotografieren (Was sind wir doch vernünftig geworden), und genossen den Zirkus bei einem Bier, versteckt hinter drei Mädchen die an der Stange tanzten.

Beobachtungsposten
Beobachtungsposten
Gute Aussicht auf die Bangla Road
Interessante Aussichten auf die Bangla Road

In den darauf folgenden Tagen erfuhren wir unter Anderem noch, dass sich der Anbau von Kautschuk in Thailand kaum noch lohnt, weil die Regierung ihr ganzes Geld für die Subventionierung der Reisbauern ausgibt, dass diese Reisbauern wiederum sauer sind, weil die Regierung den überteuerten Reis nicht mehr bezahlen kann, dass die Proteste in Bangkok super und ‘beautiful democratic’ sind, dass das nicht alle gleich sehen, dass die Burmesen die zuverlässigeren Angestellten sind als die Thais, und unter welch prekären Verhältnissen diese Gastarbeiter neben den Touristenvillas hausen.

Schliesslich, nach einem gefühlten Monat im nicht grad Adrenalinjunkieparadies Khao Lak, ging die Reise weiter, nordwärts, Richtung Bangkok. Wir konnten wieder mit Chris und Lada mitfahren, die geschäftlich ebenfalls in dieser Richtung unterwegs waren. Wir legten zwei Stops ein in Städten, in denen wir sonst nie Halt gemacht hätten. In Prachuap-Chiri-Khan gibt es einen Strand, einen Militärflugplatz, einen Hügel mit Affen und einem Kloster, und als wir da waren eine hünen Chilbi. Wir fühlten uns fast wie an der Olma, Nathalie hat Tiergenitalien Rössli fotografiert, und Chris hätte sich fast einen Bagger gekauft.

Mini Riesenrad: Vom Dorfschmied zusammengeschweisst
Mini Riesenrad: Vom Dorfschmied zusammengeschweisst

Cha-Am, unser zweiter Stop, hat ebenfalls einen Strand, und ist bei der Jugend von Bangkok wegen seinen günstigen Preisen als Wochenendausflugsziel beliebt. Aus dem gleichen Grund verschlägt es hierhin auch viele abgebrannte, von ihren Thaifreundinnen verlassene Ausländer…
In Cha-Am verabschiedeten wir uns bei einem Festmahl in einem sehr authentischen kleinen Restaurant von Chris und Lada, und machten uns auf die Reise Richtung Bangkok und von da gleich weiter nach Siem Reap, Kambodscha. Bis bald!

Team Wcafé und Team kreuzundquer.
Team Wcafé und Team kreuzundquer.

Dschungelbuch im Dschungel

Da uns Thailand nun weitere 14 Tage Aufenthalt genehmigte, Christian aber immer noch irgendwo war nur nicht in Khao Lak, beschlossen wir in den Dschungel zu gehen. Praktischerweise liegt ca. 150 km nordöstlich von Khao Lak der Khao Sok Nationalpark.

Natürlich haben wir uns im Voraus im Internet schlau gemacht und haben nach Ankunft sogleich das Buch “Waterfalls & Gibbon Calls – Exploring Khao Sok National Park” von Thom Henley gekauft. Das Buch enthält viel Interessantes über den Nationalpark. Mit Hilfe dieses Buches sind wir gleich zum ersten Wasserfall gewandert:

Wie immer wenn Samuel und Nathalie wandern gehen, reicht es ganz knapp vor dem Eindunkeln zurück zum Bungalow.

Sergej Thaievitsch Bungalow
Sergej Thaievitsch Bungalow

Auf dem Weg zum Abendessen sind wir weiteren Tieren begegnet:

fast ein Rätselbild
Nächster Versuch: Finde das Tier

Am nächsten Tag haben wir eine zweite Tour gemacht, diesmal mit dem Ziel, mehr Tiere zu sehen und mit Hilfe des Buches mehr über den Dschungel zu erfahren. Leider waren wir nur mässig erfolgreich, aber dennoch sehr zufrieden mit uns:

Am nächsten Morgen zogen wir zu einer zweitägigen Tour los. Der Minibus sammelte alle abenteurlustigen Leute ein und fuhr zum Chieo Lan See. Der See entstand 1980 nachdem der Rachabrapha-Staudamm fertig gebaut war, wobei 165 km2 Dschungel geflutet wurden (mit verheerenden Auswirkungen auf die Tierwelt im Nationalpark).
Mit den aus dem Wasser ragenden Kalkfelsen und Bäumen ist eine Schiffsfahrt auf diesem See ein unbeschreibliches Erlebnis. Vom Staudamm aus schipperten wir gemütlich mit dem Boot zu unserer Unterkunft – schwimmende Flosshütten mitten im Dschungel (“Five million stars hotel”).

Nach dem Mittagessen ging es gleich weiter mit der “get wet tour: no wet, no fun” (nass werden Tour: kein Nass, kein Spass).  Nach einer kurzen Schiffsfahrt und einer guten Stunde wandern im Dschungel erreichten wir unser Ziel: die Nam Talu Höhle (auf Deutsch in etwa “Wasser geht durch Höhle”).

Leider sind in der Vergangenheit durch Leichtsinn und Unkenntnis mehrere Menschen  in dieser Höhle ums Leben gekommen. Bei Regenfall kann es zu sehr raschem Wasseranstieg kommen, weshalb man beim geringsten Regenrisiko nie in die Höhle einsteigen soll. Auch wird einem dringendst angeraten mit einem vom Nationalpark angestellten Reiseleiter in die Höhle zu gehen. Daher haben wir alle möglichen Vorsichtsmassnahmen getroffen und einen erfahrenen Höhlenforscher mitgenommen.

Bis zu den 80ern hatten sich dort Rebellen versteckt, die gegen die autoritäre Regierung aufbegehrten. Davon ist heute jedoch nichts mehr zu sehen. Einer dieser Rebellen ist jedoch in der Gegend geblieben und bietet abenteurlustigen Touristen “survival trips” im Dschungel an (Kochen in Bambusröhren, komische Insekten essen etc.).

Die Höhle ist ca.  800 m lang und lässt sich gut durchschreiten. Dabei watet man zum Teil bis zum Hals durch das Wasser. Diese Erfahrung wäre in der Schweiz undenkbar (ohne Neoprenanzug)!

Nach diesem Ausflug ging es zurück zu den Flosshütten, wo wir die Zeit bis zum Abendessen mit Baden vertrieben. Sobald fertig gegessen war ging es los zur Nachtsafari mit dem Boot auf dem See. Gesehen haben wir Javaneraffen (kurz: Affen), einen Malayenbär, sowie mehrere Eulen und sonstige Vögel.  Leider war es zu dunkel um gute Bilder machen zu können, als kleiner Trost hier ein paar Fotos der Floss-Bungalows:

Früh am nächsten Morgen wachten wir auf, weil irgendjemand uns erzählt hatte die Sonne ginge um 05.30 Uhr auf. Es stellte sich heraus, dass sie um 06:30 aufging. Wir haben jedoch den wunderschönen Morgen trotzdem genossen und ein paar Nashornvögel beobachtet:

Vor dem Zmorge zogen wir noch einmal los, um die Tiere zu fotografieren, die wir am Abend zuvor wegen der Dunkelheit nicht abnehmen konnten:

Und hier noch zum Dessert:

neuer Spezialeffekt: Draufklicken
neuer Spezialeffekt: Draufklicken

Viel spektakulärer war die Morgenstimmung auf dem See:

Und hier noch ein PANORAMA Bild von Samuel:

paronama

Nach dem Zmorge beschlossen wir beide (!) ein wenig zu paddeln, um wieder einmal unsere Armmuskeln zu benutzen:

Samuel lueged, Nathalie paddelt und bekommt gerade Muskelkater
Samuel lueged, Nathalie paddelt und bekommt gerade Muskelkater (Draufklicken, neuer Spezialeffekt!)

Anschliessend haben wir unsere Siebensachen gepackt und sind mit dem Boot zu einer Insel gefahren, wo wir 3 Stunden quer darüber gewandert sind und allerlei gesehen haben:

Nach der Wanderung ging es leider zurück zum Staudamm/Minibus, und nach einer Stunde Fahrt kamen wir wieder im Hostel an, wo uns frischgewaschene Kleider und Christian erwarteten…

 

 

 

Auflösung: Rätselstunde

Das letzte Bilderrätsel hat die meisten unser vielen Tausend Leser vielleicht ein bisschen überfordert. Ein klares Indiz für das hohe journalistische Niveau dieses Blogs.

Hier also die Auflösung für das Level 4.

For your convenience: Nochmal das Originalrätselbild
For your convenience: Nochmal das Originalrätselbild
Eine Äxe.
Linke Hälfte in der Mitte: Das Tier

Obwohl wir von der Anzahl der Kommentare überwältigt waren, bekommen SÄMTLICHE Einsender einen Trostpreis. Danke Marco 🙂

Khao Lak: Strandurlaub auf Germanisch

Nach den Inseln hat es uns nach Khao Lak verschlagen, wo wir Christian zu treffen erhofften. Leider hat sich seine Ankunft um ein paar Tage verzögert, sodass wir zur Abwechslung ein bisschen die Ferien genossen haben. Stellte sich also die Frage: Was macht man in Khao Lak?

  • Im Meer baden:
Beine und Kopf vom Samuel
Beine und Kopf vom Samuel
  • Essen (ok ihr kennt das ja)
Scheint hier voll Mode zu sein, das mit den Essensblumen
Scheint hier voll Mode zu sein, das mit den Essensblumen
  • Wasserfall anschauen
Wasserfall mit Nixe oder so.
Wasserfall mit Nixe oder so.
Wasserfall und zwei Touristen
Wasserfall und zwei Touristen
  • Gummibaumplantagen begutachten
Gummi dran: tscheck
Gummi dran: tscheck
  • Roller mieten und herumdüsen

  • Spazieren gehen am anderen Strand
  • Badetuch – Faltkünste bewundern
soooo häääärzig
zwei Schwän so wiss wie Schnee…

Die Thaibar ist eine kleine Bar am Strand die von ein paar jungen Thais geführt wird. Im Gegensatz zur Thai Bar in Winti wird die Musik hier live gespielt und als besoffener Engländer kann man zwar mitsingen wenn man will, aber es ist kein Karaoke.  Seit wir in Khao Lak sind, enden wir regelmässig dort.

Thai Bar ohne Karoke, dafür direkt am Strand
Thai Bar ohne Karoke, dafür direkt am Strand
Feuerschau bei der Thaibar, passt!
Feuerschau bei der Thaibar, passt!
Thai Jimmy Hendrix
Thai Jimmy Hendrix
Samuel kann das also besser als Vujo, weiss aber nicht ob er hinter meine Augen gesehen hat
Samuel kann das also besser als Vujo, weiss aber nicht ob er hinter meine Augen gesehen hat und dann so aaaah
andere Leute tun das auch den Sonnenuntergang fotografieren
andere Leute tun das auch: den Sonnenuntergang fotografieren
  • auf dem Markt Exotisches und weniger Exotisches fotografieren
Fisch getrocknet
Exotisch: Fisch getrocknet
frischer Fisch nicht vom Fischer Fritz
Auch exotisch: frischer Fisch nicht vom Fischer Fritz
Weniger exotisch: Der junge Seppelpeter mit seiner Margrit
Weniger exotisch: Der junge Seppelpeter mit seiner Margrit
  • Thaimassage
Symbolbild: Thaimassage
Symbolbild: Thaimassage
  • Mai Tai trinken damit man am nächsten Tag einen Kater hat
Mai Tai und Dai Tai geben morn Chopfweh
Mai Tai und Dai Tai geben  Zwei Tai und morn Chopfweh

 

Christian, der schon in einem anderen Blog hier in der Nähe eine Rolle spielte (Benutzer: samuel, Passwort: hexafnord) hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seiner Firma Wcafé Thailand und die Ukraine mit feinem italienischen Kaffee zu versorgen. Keine einfache Aufgabe, heute in diesen Ländern zu arbeiten!
Da er noch in Kiev Steine werfen nach dem Rechten schauen musste, verzögerte sich unser geplantes Treffen um ein paar Tage. Um uns die “Wartezeit” zu versüssen, haben uns Christian und Lada von Wcafé dafür freundlicherweise eine Tour zu den nahe gelegenen Inseln spendiert.

ขอบคุณเวลามาก

 

Also sind wir gaanz früh aufgestanden, und haben einen abenteuerlichen Tag  verbracht. Zunächst fuhren wir mit dem Bus nach Phang Nga, von wo aus wir mit dem Longtail und unserer Reisegruppe durch den Mangrovenwald düsten:
deutschsprachige Reisegruppe mitten in den Mangroven
deutschsprachige Reisegruppe mitten im Mangrovenwald
Wald der im Salzwasser wächst, krass!
Wald der im Salzwasser wächst, krass!

Die Bucht ist ein Nationalpark, welche für ihre kleinen Kalkinseln berühmt ist. Diese gehörten früher einmal zu einem riesigen Korrallenriff, welches sich über ganz Südostasien erstreckte.

Die Felsformationen sind unglaublich beeindruckend.

Mit dem Schiffli unter dem Berg und auf dem Meer
Mit dem Schiffli unter dem Berg und auf dem Meer
In diesem Fall Stalaktiten
In diesem Fall Stalaktiten

Nach einer Weile hiess es umsteigen auf Kanus. Leider konnten wir nicht selber paddeln, sondern wurden gepaddelt. Dafür stellte sich unser Paddler als sehr lustige Unterhaltung heraus, da er unbedingt viele “Honeymoon” – Fotos von uns machen wollte, und auch selber gerne posierte.

Nach diesem Ausflug gings schnurstraks weiter zum weltberühmten “James Bond Felsen”

Russinnen posieren vor dem James-Bond Felsen
Botox-Russinnen posieren vor dem James-Bond Felsen

Die Insel ist wunderschön, leider werden riesige Ladungen russische Pauschaltouristen im Halbstundentakt dahin gespeedboated:

Tour inkl weissem Hemd 200 THB
Tour inkl weissem Hemd 2000 THB ,

отлично

Nach einer halben Stunden gings dann weiter nach Koh Panyi zum Zmittagessen. Dies ist ein Fischerdorf welches an eine Insel gebaut wurde. Das gesamte Dorf mit ca. 1600 Einwohnern wurde auf Stelzen ins Meer hinausgebaut. Nach dem feinen Mittagessen ging es noch auf einen kurzen Spaziergang durch das Dorf:

Auf so einer Tour ist man ja nicht zum rumpläuscheln (sonst hätte man ja gleich auschlafen können). Also gingen wir weiter einen Tempel in einer Höhle besichtigen. Berühmt ist der Tempel wegen des liegenden Buddah:

liegender Buddah, aber nicht am schlafen
liegender Buddah, aber nicht am schlafen

Die Statue steht (liegt?) in einer Tropfsteinhöhle und nebst unserer Reisegruppe waren auch schätzungsweise 5 Schulklassen und drei Dutzend Affen vor Ort:

Schülergewusel
Schülergewusel
fliegender Affe
fliegender Affe

Die letzte Station unseres Tagesausflugs war eine Aufzuchtsstation für die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten, welche von der Thailändischen Marine betrieben wird. Sehr coole Tiere, genau wie in “Nemo”.

Schildkröten gross und klein
Schildkröten gross und klein
Schildkröte am Luft holen
Schildkröte am Luft holen

Wer sich nach dem Lesen dieses Artikels fragt, warum im Titel “germanisch” steht, dem sei mit dieser Bildstrecke geholfen:

Nach all diesen grösseren und kleineren Abenteuern in Khao Lak, sind wir für ein paar Tage in den Dschungel gefahren um eine andere Seite von Thailand kennen zu lernen.

Reif für die Inseln

Nach der kleinen Odyssee war es an der Zeit, das reichhaltige Tourismusangebot von Thailand mal zu geniessen. Auf unserer Wunschliste standen: Sonne, Strand, Meer, Dschungel, feines Essen und ein Bungalow.

Ab gings mit Minibus und Fähre auf die Insel Koh Lanta.

Das coole am Minibus-System: Man kommt praktisch jederzeit von überall nach überall, und das für sehr wenig Geld. Dass die Busse normalerweise bis unters Dach vollgestopft sind mit Menschen und Waren stört uns normalerweise nicht, ausser wenn die Mitfahrenden fette entnervte nörgelnde Pauschaltouristen aus dem Zürcher Oberland sind…

zhtrezhtr
“It is very sticky”
gujh
Gute Miene

Was übrigens auch nicht so gut geht, ist Blogschreiben in einem Minibus (Was ich in diesem Moment graD verasuche…). Bei den Strassenverhältnissen kombiniert mit dem Fahrstil scheint die SchwerkrFT IM buS AUfgehoiben, und es ist fAST UNMÖGLICH GLEICHZEITIT DEN lAPTOP AM WEGFLIEGEN zu hindern und irgendwelche TSTEN zu treffen. Mir ist schlecht, ich mach mal eine Pause.

Belohnt wurden wir auf Koh Lanta dann mit unserem ersten Sonnenuntergang am Strand nach allen Regeln des Kitschs.

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Sonne, Strand, Meer: Tscheck, Tscheck, Tscheck

Das Kontrastprogramm zum Naturwunder gabs auch gleich am Strand:

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Alkoholleichen
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Kunst am Körper: Wer hat eine Theorie, wie der junge Mann an diese Tattoos gekommen ist?

Die Unterkunft war ebenfalls wunschgemäss, zumindest in der Theorie. In dem schönen Bungalow wohnten aber leider nicht nur wir, sondern auch noch ein paar tausend Termiten. Die Tiere blieben zwar diskret in den Wänden und in ihren kleinen Tunnels, aber in der Nacht hörte man dass irgendwie das ganze Haus lebt und langsam aber stetig aufgegessen wird…

Klein, aber daheim. Miete inkl. Roller: 25 CHF
Klein, aber daheim.
Miete inkl. Töff: 25 CHF
Bungalow: Tscheck!

Mit dem Mietroller wagten wir uns dann mal auf einen kleinen Ausflug in den Linksverkehr, der dank Insel relativ stresslos auszuprobieren ist. Der Töff war ausserdem so lahm dass wir bei grösseren Steigungen beide absteigen und schieben mussten… Spass gemacht hats trotzdem!

Nach einigen Tagen ging die Reise per Schiff weiter zur berüchtigten Insel Koh Phi Phi.

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zwei Piraten: Harr harr harr!
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noch keine Exilrentnerbräune

Ko Phi Phi lässt sich in etwa so beschreiben: Eine echte Trauminsel wie im Buche, was die Natur, die Strände und die Umgebung betrifft. Diese wird von tausenden pubertären, spätpubertären und anderen “jung gebliebenen” als Thailand-Ballermann missbraucht. Dazu kommen noch hordenweise chinesische und russische Pauschaltouristen, und fertig ist der Koh Phi Phi Mix.

Trotzdem kamen wir in den Genuss von zwei wunderschönen Bungalows, holten uns einen kleinen Sonnenbrand beim Schnorcheln und tranken unser Dunstixbier beim Bädelen am Traumstrand.

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Aus dem weniger erfreulichen Teil haben wir zumindest eine Geschäftsidee mitgebracht, die wir hiermit verschenken: Der Bucket-Drink.

Frölain, chönti no en chübel ha?
Frölain, chönti no en chübel ha?

Man nehme ein Sandkastenchübeli, stecke eine kleine Flasche billigen Fusel, eine Cola-Dose, und einen Strohhalm hinein, und verkaufe das ganze als Self-Made-Drink zum Mitnehmen. Man braucht keine Bar, keinen Barkeeper, und das Abfall- und Alkoholleichenproblem fällt meist nicht direkt am Stand an. Auch für den Kunden (Siehe oben beschriebene Inselbesucher, minus Chinesen) liegen die Vorteile auf der Hand: Ist voll billig und knallt kübel rein. Das wär doch was fürs nächste Openair! Wer macht mit? Namensideen? Phi Phi Chübel?

Wir fangen jetzt mal mit was Neuem an: Bildstrecken. Damit müssen wir uns nicht zu jedem Bild das wir hier zeigen wollen einen sinnvollen Text aus den Fingern saugen. Genau wie auf 20min.ch und blick.ch. Aber keine Angst, Live-Ticker ersparen wir euch vorläufig.

Bildstrecke 1: Die schönen Seiten von Thailand …

Bildstrecke 2: … und die Anderen.

Einreise nach Thailand: eine Reise nach Plan

Am besten lässt sich das Abenteuer “Einreise nach Thailand” graphisch darstellen. Glücklicherweise wurde das Budget für Farbstifte einstimmig bewilligt:

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Grafik: N. S. aus OW

Die Ausgangslage war wie folgt: Samuel und Nathalie weilten in Georgetown auf der Insel Penang in Malaysia und hatten für den Abend ein Zimmer in Satun, Thailand gebucht. Es war ca. 09.00 Uhr morgens.

Die Variante 1 (V1 hellblau-türkis in der Grafik) wurde schon am Vortag aufgrund einer ausgebuchten Penang – Langkawi Fähre verworfen. Diese Variante wäre die schnellste und eleganteste gewesen (Fähre Penang – Langkawi und dann Fähre Langkawi – Satun).

Um 09.01 Uhr war der Kaffee getrunken, das Zmorgen gegessen, Samuel und Nathalie machten sich also auf den Weg zur Fähre nach Butterworth (gleich für Varianten 2 violett & 3 orange):

Fähre zwischen Georgetown und Butterworth
Fähre zwischen Georgetown und Butterworth also die in die Gegenrichtung weil wir auf der anderen drauf waren

Der Plan war (Variante 2) von Butterworth aus den Bus nach Kuala Perlis zu nehmen und von dort mit dem Ruea Hang Yao nach Satun zu düsen. Dies hatten wir am Vorabend im Internetz rescherschiert.

In Butterworth angekommen, wurde sodann ein Busticket nach Kuala Perlis gelöst:

Bus billett damit wir wissen wie das Unternehmen heisst, falls wir wieder etwas liegen lassen
Busbillett damit wir wissen wie das Unternehmen heisst, falls wir wieder etwas liegen lassen…

Bis hierhin lief alles reibungslos, nur dass wir zwei Stunden warten mussten bis der Bus endlich losfuhr.

Nach drei Stunden Fahrt sind wir in Kuala Perlis angekommen. Dort hatten wir einige Schwierigkeiten die Zollstelle zu finden. Als uns dies schliesslich gelang, informierten uns die freundlichen Zollbeamtinnen, dass heute kein Boot fahren würde, da Samstag Nachmittag und Chinese New Year, wer will da schon arbeiten?

Also nahmen Samuel und Nathalie ein Taxi nach Padang Besar. Kurz vor der Grenze wurden wir vom Taxifahrer darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht über die Grenze fahren würde und dass wir dies mit dem Töfflitaxi machen müssten. Und los:

Mit Sack und Pack auf dem Töffli
Mit Sack und Pack auf dem Grenzübergangs-Töffli

Die Thais hatten kein Problem damit, dass wir ihr Land tourismisieren wollen, gaben uns aber nur zwei Wochen, weil wir auf dem Landweg eingereist sind, schade… dafür haben sie mit ihren Telefons Fotos vom Scän unserer Rucksäcke gemacht, weil sie’s lustig fanden?

Inzwischen war es 17:30 in Thailand und 18:30 in Malaysia. Nach erfolgreichem Geldauftanken fanden wir einen passenden Bus, der uns sofort nach Hat Yai fuhr. Dort brauchten wir nur umzusteigen und um ca. 21:00 Uhr (Thailandzeit) trafen wir erschöpft und es bitzli verschwitzt im Ang Yee’s Guesthouse and Art Cafe in Satun ein:

Schlafzimmer: passt!
Schlafzimmer: passt!

Von diesen Strapazen mussten wir uns erholen und haben daher einen Ruhetag in Satun eingelegt, bevor es ab auf die Inseln ging.