Chinesische Hochzeit

Wie bereits angekündigt, waren wir statt auf Andi und Ramonas Hochzeit in Hosenruck in Kuala Lumpur auf Cait und Abhis chinesischer Hochzeit.

Statt Chäshörnli mit Öpflmues gab es folgendes zu essen:

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Als erstes gab es “Premier Five Happiness Platter”:

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Zwei happy inkognito “Chinesen” am Oyster Cake essen (hier gibt es ein Rezept, falls jemand nachkochen möchte, ist imfall fein).

Aber das war nur der Anfang…

Als nächstes folgte “Braised Dried Seafood with Shredded Lobster Soup” (geschmorte getrocknete Meeresfrüchte mit Suppe aus kleingeschnittenem Hummer oder so) , das sagt so ziemlich genau was es ist, und ja es hat Tentakel drin:

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Was die nicht-so-gern-fischiges-essenden unter uns freute war der nächste Gang nämlich “Roasted Crispy Shatin Chicken” (Geröstetes knuspriges Shatin Poulet). Das waren so herzige Pouleli, am besten mit Chili Sauce zu geniessen (hier noch ohne Chili Sauce):

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Samuel freute sich dann auf “Steamed Fresh Pomfret with Soya Sauce”, weil er an das dachte. Es war dem allerdings nicht so:

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Auch der nächste Gang war von Meeresfrüchten geprägt, “Chef’s Special Premier Sea Prawns in Crispy Rice”:

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Und flott gings weiter mit “Braised Sea Cucumber, Jumbo Top Shell with Broccoli” – wer jetzt denkt Sea Cucumber sei vegetarisch oder so liegt imfall falsch: Seegurken.

Und ich bin gerade extrem froh habe ich es erst jetzt gegoogelt und nicht während dem Essen! Also der Broccoli sah ganz amächelig aus:

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Wir haben jedoch tapfer alles (oder zumindest das meiste) aufgegessen!

Vor dem Dessert gab es noch Lembas Brot beziehungsweise “Wok-fried Premier Glutinous Rice in Lotus Leaf”:

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Dann kam es zu einem westlichen Hochzeits-Intermezzo: Alkohol.

Kurz zur Erklärung, im Gegensatz zu den Hochzeiten bei uns (gäll Andi und Ramona) gab es bisher nur (!!!) Tee zu trinken.

Die Hochzeitszeremonie fand in kleinem Kreise statt – zum Essen waren dann alle nicht so wichtigen Freunde und Verwandte eingeladen (z. B. wir). Das Essen fing um Mittag an und um 3 Uhr nachmittags war der ganze Zauber vorüber. Und üblicherweise wird ausschliesslich Tee getrunkten, da Abhi und Cait aber ein spezielles Paar sind haben sie eine (!) Flasche Champanier aufgetrieben:

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Nach dem Cüpli waren wir bereit fürs Dessert, “Double Happiness of Sea Coconut, Lotus Seed and Lily Buds in Light Syrup” (Doppeltes Meereskokonuss – Glück, Lotus
Samen und Lilien Knospen in leichtem Sirup gemäss Nathalies Übersetzungskünsten). Dazu gab es “Duo of Chinese Pastries” (chinesisches Gebäck Duo):

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War also sehr fein. Wirklich!

Sonst sind zum Thema chinesische Hochzeit noch ein paar Dinge zu vermelden:

  • Samuel und Nathalie hatten sich im Vornherein mit der passenden Kleidung eingedeckt (siehe Tour de Singapour). Nathalie’s Kleidli heisst übrigens “Cheong Sam” und Samuels “chinesisches Hömmli”:

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  • Als Geschenk für alle Gäste gab es kleine Gläser mit extra angefertigten Süssigkeiten:

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  • Caits Bruder Thomas wohnt in Shanghai und hat uns zu sich eingeladen. Eventuell werden wir dort Cait und Abhi wiedersehen.
  • Dania sei Dank waren wir vorbereitet und haben sogar einen Wedding Hong Bao geschenkt. Das sind rote Couverts mit so schönen Zeichnungen drauf, in welche man Geld rein tut und es dann dem Brautpaar schenkt. Laut Dania (bzw. ihrer Mutter) sollte man in etwa so viel Geld hinein tun wie das Essen kostet. Für uns eine gute Gelegenheit unsere restlichen Singapur Dollars zu vertickern verschenken.
  • Wir glauben, dass die beiden unglaublich schöne Kinder haben werden.

Für uns war dies eine aussergewöhnliche Erfahrung, die wir nie vergessen werden. Wir danken Cait und Abhi, dass sie uns eingeladen haben und wünschen ihnen, dass sie eine glückliche und lustige Zukunft miteinander haben werden.

Tour de Singapour

Seit einer Woche tümmeln wir nun in Singapur und essen, laufen, schwitzen, trinken, staunen.

Obwohl Samuel in einem anderen Blog hier in der Nähe schon ziemlich viel von Singapur erzählt hat, gibt es wieder viel Neues (und Altes) zu berichten. Es sei kaum zu glauben, wie schnell sich hier alles ändert und entwickelt, sagt er.

Da sind beispielsweise die Gardens by the Bay hinter dem Marina Bay Sands:

das berühmte marina bay sands ganz fertig
Das berühmte marina bay sands ganz fertig
skyline singapur alles höher als in winti
Skyline Singapur – alles höher als in Winti
in den Gardens by the Bay haben die verrückten Singapurer etwa zwanzig solcher künstlicher Bäume hingestellt . Diese sind bewachsen mit verschiedenen Kletterpflanzen und werden abends farbig beleuchtet.
In den Gardens by the Bay haben die verrückten Singapurer etwa zwanzig solcher künstlicher Bäume hingestellt . Diese sind bewachsen mit verschiedenen Kletterpflanzen und werden abends farbig beleuchtet.
da kann Winti mit dem Busbahnhof einpacken!
Da kann Winti mit dem Busbahnhof einpacken!
und nochmals weils so schön ist
Und nochmals weils so schön ist

Das Gute an Singapur ist, dass man alles essen kann, weil es strenge Lebensmittelkontrollen gibt. Das Schlechte ist: es kann seeeehr scharf sein und man muss mit Stäbli oder den Händen essen, sodass es ab und an zu einer Sauerei kommt (die haben wir leider vergessen zu fötelen). Aber bis jetzt war alles sehr fein.

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Nach drei Nächten in unserer Nobelabsteige Gap Year Hostel- mit Zimmer ohne Fenster und Duschen die ins WC integriert sind- hat uns Heidi (alte Samuel Bekanntschaft) freundlicherweise angeboten bei ihr im Condo zu wohnen. Jetzt könnten wir -wenn wir nur wollten- Folgendes nutzen: schätzungsweise sechs Schwimmbecken, eine Joggingstrecke mit Vitaparcours-Übungen, einen Kraftraum (der Erinnerungen ans Turnen weckt). Und einen Portier…. Danke Heidi und Helen!

Vorher:

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Nachher:

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Weiter auf dem Programm stand das Abklappern von Samuels Nostalgiepünkten:

  • Viet (Bekannter von Samuel) hat uns zu Kollegen von ihm eingeladen, die im neunzehnten Stock wohnen. Wir sind zum Glück nicht runtergefallen:

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  • Auf dem Campus der NTU (Nanyang Technical University) haben wir zwei Stunden lang Samuels altes Lab gesucht und gefunden. Und es sah (fast) genau gleich aus wie damals:

Cubicle 2010:

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Cubicle 2014 (Achtung neuer Drucker!):

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Das ganze Dinge anschauen und lädelen macht müde Füsse. Aus wissenschaftlichen Gründen haben wir nun einen Schrittezähler; unser Rekord sind 31’893 Schritte an einem Tag! Jetzt wissen wir jederzeit ganz genau wie müde unsere Füsse und Beine sind.

Am Sonntag Abend haben wir Caitlyn (alte Singapur Bekannte von Samuel) und Abi (ihr Mann) zum Abendessen in einem Foodcourt (eine Ansammlung bunt gemischter Essensstände mit gemeinsamen Tischen)  getroffen. Dort gab es das beste Chili Crab, die besten Satay Spiessli und Rochen mit Chili und “Veggie”, Gemüse anscheinend. War sehr fein.

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Im Verlauf des Abends hat uns Cait dann zu ihrer chinesischen Hochzeit mit Abhi in Kuala Lumpur am nächsten Samstag eingeladen – da Abhi Inder ist haben sie vor zwei Wochen in Indien auch bereits indisch geheiratet, was anscheinend eine ausergewöhnliche Erfahrung (5 Tage) gewesen sein soll.

Da man sich für einen solchen Anlass passend kleiden muss, und Cait selbst noch kein Hochzeitskleid hatte, nahm sie uns mit zum Shopping im “People’s Park Complex”, ein ganzes Shoppingcenter voller Textilhänder und Schneiderläden. Im “Golden Scissors Dressmaking” haben wir uns dann eingedeckt:

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Anschliessend hatten wir noch Zeit für eine Tour durch Chinatown. Da bald Chinese New Year ist, wurde das ganze Viertel dekoriert und alle Verkaufsstände verkaufen lustige Dinge deren Zweck wir nicht verstehen:

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Und bei Nacht sehen die Strassen in Chinatown so aus:

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Cait und Nathalie am Hindu Tempel anschauen bzw. was daneben ist:

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Altar vom Tempel  der  Zahn Reliquie von Buddah oder so (die Zahnreliquie haben wir übrigens auch gesehen, durften sie aber nicht fotografieren)…

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Unsere kulinarische Entdeckungsreise haben wir schliesslich noch mit einem originalen Singapur-Laksa gekrönt, zusammen mit Samuel’s Adventure-Club-Freunden Joel und Huiming. (Wer findet die beiden in diesem Artikel wieder?)

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Unterdessen haben wir unseren Heimweg angetreten, daher wird dieser Artikel in Kuala Lumpur ins Netz gestellt.

 

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Oha, scho z Doha

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Grüezi Mitenand

Unser Abenteuer hat endlich begonnen! Wie auf dem obigen Bild unschwer zu erkennen ist, warten wir zur Zeit in Doha auf unseren Anschlussflug, der uns nach Singapur bringen wird. Eine gute Gelegenheit unseren Blog mit einem kurzen Beitrag einzuweihen.

In den nächsten Tagen oder Wochen dürfte sich auch das Aussehen dieser Seite noch ein wenig ent-provisorisieren, falls neben dem ganzen Essen und Föteli machen in Singapur noch Zeit übrig bleibt.

@Françoise: Jawoll, ça vole!

Um diesem ersten Beitrag wenigstens noch ein bisschen Substanz zu geben, hier noch die Dokumentation unseres ersten kleinen Abenteuers:

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