Tiger Gump Schlucht

Wie bereits angekündigt, machten wir uns von Dali auf den Weg um eine Wanderung in besagter Schlucht zu machen. Der Bus fuhr uns zuverlässig auf nigelnagelneuen, noch nicht in den Karten eingezeichneten Autobahnen (Chinas Infrastruktur Investitionen sind wirklich imposant) nach Lijiang, wo wir eine Nacht verbringen und am nächsten Tag zur Tiger-Sprung-Schlucht aufbrechen wollten.

In Lijiang verirrten wir uns zunächst in einer Nobelhotelanlage welche wir fälschlicherweise für die Altstadt hielten, und danach in der richtigen Altstadt, die wiederum aussieht wie ein China-Themenpark im Disneyland. Nach etwa einer Stunde herumirren spazieren in der Altstadt erreichten wir endlich das “Old Town International Youth Hostel Lijiang”. Wo sich nach kurzer Zeit herausstellte dass wir nicht hier, sondern im “Lijiang International Youth Hostel” am anderen Ende der Stadt (wo wir gerade herkamen) ein Zimmer reserviert hatten.

Es war an der Zeit, einen weisen Ratschlag von Claudia und Marco zu beherzigen:

“Wenn ihr euch gegenseitig auf die Nerven geht, esst was”
(Wir finden, dieser Satz sollte in jedem Reiseführer stehen)

Wenig Platz, aber es reicht
Wenig Platz, aber es reicht, wem fällt es auch ein soo gross zu sein, ts ts…

Also bestellten wir ein Pommfrit, tranken ein Bier, sattelten erneut unsere Rucksäcke und spazierten zurück, wo wir eine Jugi mit sehr liebem Personal vorfanden, das sich sogleich um all unsere Problemchen kümmerte (Wäsche, Bier, Busticket etc. etc. ). Die Jugendherbergen in China haben uns bisher immer überzeugt, da sie sauber, günstig, schön sind und das Personal an der Reception meistens makelloses Englisch spricht (in China keine Selbstverständlichkeit).

Am Abend blieb sogar noch Zeit, eine kleine Sightseeing Runde durchs Städchen zu machen. All die sauber herausgeputzten, piekfein restaurierten (wie gesagt, Disneyland) Häuslein, die endlosen Reihen von Souvenirständen (Jeder dritte Stand verkauft lustigerweise Djembés, das hat hier nicht etwa Tradition oder so, sondern ist einfach grad voll “In” bei den chinesischen Touristen), und das warme, 2.5%ige Bier zu stadtzürcher Preisen (!) konnten uns nicht lange begeistern. Ganz im Gegensatz zu den 5 Millionen Chinesen, die das 40’000-Einwohner-Städchen jedes Jahr besuchen (Wir hatten den Eindruck, alle 5 Millionen seien gleichzeitig da),  und konsumieren als ginge morgen die Welt unter. Ein Einblick in die Zukunft des Massentourismus. Achja, haben wir schon erwähnt, dass Lijiang UNSECO-Weltkulturerbe ist?

Am nächsten Morgen früh packten wir unsere Rucksäcke erneut (immer dieser Alltag) und stiegen in den Bus Richtung Tiger-Sprung-Schlucht. Der Name der Schlucht stammt von einer Legende, wonach ein Tiger einmal von einer Seite auf die andere gesprungen sei. Unsere zweitätige Wanderung führte uns entlang der Schlucht, weit oberhalb der unvermeidlichen Sightseeing Plattform, Souvenirstände und Busparkplätze, und endete schliesslich in einem spektakulären, nur zu Fuss zugänglichen Teil der Schlucht. Der Jangtsekiang tobt als wilder Gebirgsfluss  an einem vorbei, und zu beiden Seiten ragen die Berge auf bis zu 5500 Meter auf. Der Fluss führt dort im Schnitt zehnmal soviel Wasser wie der Rheinfall (Und zweihundert mal soviel wie die Thur!).
Aus den Leuten, die mit uns auf dem Bus waren, bildete sich spontan ein lustiges Grüppchen, mit denen wir zwei Tage lang in der Schlucht unterwegs waren.

Nach zwei Tagen wandern nahmen wir den Bus nach Shangri-La. Shangri-La hiess ursprünglich Zhongdian und wurde im Zuge eines Tourismus-Förderungs-Programmes 2001 umbenannt nach dem mythischen Ort aus dem Roman von James Hilton.

Leider ist Mitte Januar ein Feuer in der Altstadt ausgebrochen und fast 250 der uralten – zum Teil über 1000 Jahre alten – Häuser sind den Flammen zum Opfer gefallen. Rund 2600 Leute mussten ein neues Zuhause finden. Laut unbestätigten Informationen gab es ein Problem mit dem Brandschutz. Zwar war (ist) die ganze Altstadt mit einem Wasserleitungsnetz vor Feuer geschützt – nur waren leider die Leitungen Mitte Januar zugefroren.

Shangri-La ist trotzdem ein lohnenswertes Ziel, die Lage und die (Überreste der) Altsadt ist (sind) wunderschön.
Ein Grossteil der Einwohner sind Tibeter und so ist auch ein tibetanisches Kloster in der Nähe zu besichtigen.

Ein sympathischer Aspekt des tibetanischen Buddhismus sind die rationalen Wege sein Karma zu verbessern und so ins Nirwana zu gelangen. So kann zum Beispiel eine Gebetsmühle gedreht werden. Jede Umdrehung “rezitiert” ein Gebet und der Gebetsmühlendrehende rückt ein Stück näher ans Nirwana. Eine andere Möglichkeit besteht darin Gebetsfahnen in den Wind zu hängen. Durch die Bewegung werden die Gebete “aufgesagt” – alles viel unkomplizierter und effizienter als selbst zu beten.
Wir Maschineningenieure mögen natürlich solch effiziente Rationalisierungen und so haben wir die Sache  ins digitale Zeitalter übertragen und zack sollten wir gleich im Nirwana landen:

für unser Karma: endlose Gebete
*klick* für unser Karma: endlose Gebete

Nach alle diesen Anstrengungen sehnten sich unsere Lungen nach mehr Sauerstoff und unsere Haut nach mehr Feuchtigkeit. Daher reisten wir zunächst nach Kunming zurück von wo aus wir den Zug nach Guangzhou nahmen um in Hong Kong einzureisen.

Strom auf asiatisch

Seit wir in Singapur gelandet sind, ist uns aufgefallen, dass Asiaten riesige Smartphones mögen. Dies bringt jedoch zwei Nachteile mit sich:

  • Erstens es sieht dämlich aus beim Telefonieren (leider, leider finde ich gerade kein passendes Foto dazu, aber ihr könnt es euch ja vorstellen)
  • Zweitens der Akku reicht nicht für einen ganzen Tag (riesiger Bildschirm, 1397 Facebook-Freunde, denen man alle 2 min etwas Neues schicken muss, Problem: bekannt!)

Die Lösung zum ersten Problem: Headset oder einfach ein bisschen blöd aussehen beim Telefonieren (geht auch).

Auch zum zweiten Problem gibt es eine Lösung und die heisst: Power Bank. Warum sich dies bei uns (noch?) nicht durchgesetzt hat, ist uns ein Rätsel. Vielleicht nur damit alle Leute beim Openair St.Gallen am Swisscom Stand Schlange stehen können (Symbollink, geht auch in die Ostschweiz)?

Wie dem auch sei, wir beide – Besitzer von Smartphones – haben auch Erfahrungen mit Akkuengpässen machen dürfen. Wie soll man nur 24 Stunden im Zug mit einer einzigen Akkuladung überleben? Uf jeden Fall hat uns diese Variante mit portablem Zusatzakku vollkommen überzeugt und so sind wir seit ein paar Tagen stolze Besitzer einer  Hello Kitty Power Bank. Für uns das beste Souvenir aus der Gegend dieser Spielwarenläden.

Souvenir aus Asien
Souvenir aus Asien

Kunming und Dali: erste Schritte in China

Nach fast einem Monat Vietnam war es eine Wohltat nach China einzureisen. Vietnam ist ein sehr schönes Land, das vom internationalen Tourismus mit voller Wucht getroffen wurde. Man wird in erster Linie als wandelndes Portmonnaie wahrgenommen und es gilt für Vietnamesen möglichst viel Profit aus naiven dummen “Whities” zu machen. Mit der Zeit waren wir immer auf der Hut, glaubten keinem Mensch mehr. Trotzdem haben wir auf unserer Reise durch dieses (wirklich wunderschöne) Land viele Menschen getroffen, die nicht einzig hinter unserem Geld her waren.

In China ist der Tourismus in erster Linie auf Chinesen ausgerichtet. Wir als Gringos mit grossen Nasen sind daher  (auch aus sprachlichen Gründen) uninteressant. So wollte uns niemand ein Taxi anbieten als wir über die Grenze gingen. In Kunming hat uns ein sehr hilfsbereiter Chinese gleich geholfen den richtigen Bus zu finden ohne dass er erwartet hätte, dass wir später ins Hotel seiner Tante eincheckten.
Nach vier Wochen Vietnam war das sehr erfrischend und so genossen wir die sechsstündige Busfahrt nach Kunming.

Sah sehr spektakulär aus (mehr als auf dem Bild) Felsen in der Nähe von Shilin
Sah sehr spektakulär aus (mehr als auf dem Bild) Felsen in der Nähe von Shilin
zwei Touristen im chinesischen Bus
zwei Touristen im chinesischen Bus

In Kunming haben wir zunächst ein paar Tage gebraucht um richtig in China anzukommen. So konnten wir unser Läptöpli fixen lassen ohne ein Wort zu verstehen – mit Händen, Füssen und einer sehr nützlichen App hat es irgendwie geklappt. Beim Herumlaufen in Kunming wurden wir unverhofft zu einem Bier eingeladen, haben uns an die tieferen Temperaturen gewöhnt, fast eine Schildkröte gekauft, chinesischen Wein getrunken, Hühnerfüsse gegessen, nicht zu Boden gespuckt (auch wenn es alle anderen so machen), das chinesische Schriftzeichen für Elektrizität gelernt (电), eine Simkarte gekauft, keine Hello Kitty Powerbank gefunden, auf Bilder gezeigt um Essen zu bestellen, dann nicht das bekommen, was wir erwartet hatten, die vielen lautlosen Elektromotorräder bewundert, am Samuel sein Fell aus dem Gesicht entfernt und vieles mehr.

Nach zwei drei Tagen fühlten wir uns gerüstet, um unsere nächste Tourismisierstation anzuschauen – Dali. Vor langer Zeit war Dali Haupstadt eines Königreiches (der Bai) bis die Mongolen unter Kublai Khan einfielen alles zerstörten und in ihr Herrschaftsgebiet eingliederten. Der Legende nach wurde den Mongolen von einem Verräter der Weg über die Berge ins Dali Tal gezeigt, und nur so konnten die Bai besiegt werden. Ein bisschen wie die Nidwaldner von Napoleons Armee überrannt wurden. A propos, eine Art Tschifere ist hier überall anzutreffen.

Dali ist ein schönes altes Städtchen, das zwischen Erhai See und Cangshan Bergen liegt. Also sind wir zum See spaziert und haben die Seilbahn auf den namensgebenden Mt. Cangshan genommen (weil wir den Wanderweg nicht gefunden haben). Die Seilbahn geht fast bis auf 4000 m hinauf. Dort bekamen wir zum  ersten Mal so richtig die Höhe zu spüren. Unglaublich was ein klitzekleiner Druckunterschied mit unseren Körpern alles anstellen kann.

Nebst einer schönen Altstadt und einer wunderschönen Umgebung (Berge, See etc.) hat Dali auch Läden zu bieten, die ihr Kerngeschäft diversifiziert haben:

Laut Lonely Planet ist die Tiger-Sprung-Schlucht ein Höhepunkt ein jeder Chinareise. Also reisten wir nach Lijang (einem weiteren Unesco-Weltkulturerbe Disaster), von wo aus die meisten Leute ihre Reise in die Tiger-Sprung-Schlucht starten. Dazu später jedoch mehr.

 

Sapalott

Sapa war die definitiv letzte Station auf unserer Süd-Nord-Reise durch Vietnam. In den Bergen des Hoàng Liên Sơn Gebirges trennten uns nur noch wenige Kilometer von der chinesischen Grenze. Die Region um Sapa ist die Heimat von mehreren ethnischen Minderheiten, welche in abgeschiedenen Bergtälern ihre einzigartige Kultur bewahrt haben. Die verschiedenen Volksgruppen sind in teils nur wenige Kilometer entfernten Dörfern zu Hause, und haben sich trotzdem über Jahrhunderte kaum vermischt.
Das Städtchen Sapa dient der Region als Markt- und Handelsplatz, und ist bekannt für sein spektakuläres Bergpanorama und die malerischen Reisterrassen. Bereits während der französischen Zeit war Sapa bei den Kolonialherren als Erholungsort beliebt, wohl auch wegen dem etwas kühleren Klima.

Auch wir wollten für einige Tage die frische Bergluft geniessen, unsere trägen Knochen beim Wandern mal wieder etwas bewegen, uns seriös auf die Einreise nach China vorbereiten, und einige noch ausstehende Blogartikel fertigschreiben (Was wir nicht wirklich geschafft haben).

Das Highlight unseres Aufenthaltes war eine Wanderung mit zwei einheimischen “Hmong” Frauelis, welche uns auf eine abenteuerliche Wanderung in ihr Dorf mitgeschleppt und uns zum Mittagessen mit viel Reisschnaps eingeladen haben. Der Deal bestand darin, dass wir von ihnen im Gegenzug zwei handgemachte und bestickte Täschli abkauften. Im Nachhinein eine unvergessliche Erfahrung!

Viel mehr gibt es über Sapa nicht zu schreiben, und wir lassen hiermit die Bilder sprechen:

Ursprünglich bestand unser Reiseplan darin, von Sapa wieder zurück nach Hanoi zu fahren, und von Dort per Zug nach China einzureisen, ostwärts in Richtung Nanning. In Lau Cai, nicht weit von Sapa gibt es ebenfalls einen Grenzübergang nach China. Da wir viel Interessantes über Yunnan, die chinesische Provinz nördlich von Vietnam gelesen haben, beschlossen wir kurzerhand, dort etwas Zeit zu verbringen und Kunming als unsere erste Destination in China anzupeilen.

Halong – Felsen im Wasser

Die berühmteste Touristenattraktion Vietnams ist die Halong Bucht. Sie befindet sich 150 km nordöstlich von Hanoi und so werden tagtäglich Tausende Touristen in klimatisierten Minibussen hin und her chauffiert. Auch das Internet meinte wir sollten uns dies nicht entgehen lassen und so buchten wir eine zweitägige Tour mit Übernachtung auf dem Schiff, was anscheinend auch alle anderen Touristen machen. Aus Sicherheitsgründen (ja wir werden alt) buchten wir nicht die billigste Tour,  da deren Veranstalter nach einem Schiffsunglück mit elf Toten 2011 den Namen geändert hat.

Die Fahrt ging per Bus zunächst zu einer Werkstatt, wo die behinderten Opfer des Vietnamkrieges Souvenirs für uns Touristen herstellen, die man dort gleich kaufen kann. Diese Abstecher sind anscheinend bei allen grösseren Touristenattraktionen in Vietnam ein (staatlich verordnetes?) Muss. Schweren Herzens verzichteten wir aus logistischen Gründen darauf eine 1.5 m grosse Delfin Statue für 3’000.- CHF zu erstehen (vielleicht haben wir auch einfach den Versandservice in die Schweiz für 300.- CHF übersehen – wie dumm!). Dafür wurden wir von vietnamesischen Oberstufenschülern zu einem Fotoshooting gebeten:

say cheeeeeese
say cheeeeeese und *nathalieamarmpack*

Nach vier Stunden Ruckelstrasse (zur Zeit in Bau, daher sehr holprig) erreichten wir schliesslich die Halong Bucht.

Dort schifften wir ein auf die Fantasea (wie Fantasievoll!). Bezogen unsere Kabinen (das bisher luxuriöseste Zimmer unserer Reise) und tuckerlten los zu den berühmten Felsen im Meer.

Irgendwie kam uns alles ein bisschen bekannt vor, da wir ähnliche Felsformation schon da und da gesehen haben. Einmalig waren jedoch die Stalagmiten in der einen Höhle, in der wir waren:

Höhle Nr. 5 auf unserer Reise
Höhle Nr. 5 auf unserer Reise
Ja es sieht wirklich so aus
Ja es sieht wirklich so aus

Auch konnten wir nach Sonnenuntergang mit dem Kanu durch eine Höhle in eine kleine Bucht paddeln, wo wir wilde Affen sahen und die Ruhe genossen, vor allem aber im Dunkeln leuchtende Algen sahen, die bei Bewegung des Wassers zu glühen begannen.

Der ganze Ausflug war definitv sein Geld wert, auch wenn man in der Bucht alle Touristen, die gerade in Vietnam sind trifft. Um euch einen Eindruck davon zu geben haben wir hier die schönsten Bilder für euch zusammengestellt.

Noch eines bleibt anzumerken, wer die Fotos oben betrachtet hat, bemerkt vielleicht, dass alle Schiffe weiss angemalt wurden. Dies ist kein Zufall, irgend ein begabter Bürokrat hat sich nämlich zusammengereimt, dass die meisten Touristen aus dem Westen weisse Kreuzfahrtschiffe kennen. Daher würden noch mehr in die Halongbucht kommen, wenn dort alle Holzschiffe weiss angemalt werden. Jetzt kriegen nur noch diejenigen eine Betriebsbewilligung als Touristenschiff, die ihr Boot weiss anmalen. Fairerweise muss man noch dazu sagen, dass die Farbe nur in den wenigsten Fällen die grösste Verunstaltung der traditionellen Dschunken darstellt.

Wer es bis hier hin geschafft hat mit herunterscrollen hat sich diesen Anblick verdient:

Halong Bucht Paronama
Halong Bucht Paronama

Nach all diesen Felsen sehnten wir uns nach noch grösseren Felsen und nahmen gleich den Zug zu unserer letzten Station in Vietnam – Sapa.

 

Hoi Hanoi

Soviel Weltkultur führte dazu, dass wir uns nach ein bisschen mehr Alltagsleben sehnten. Bisher hatten sich die vietnamesischen Züge bewährt – so auch dieses Mal. Nach 14 Stunden Fahrt ruckelte unser Zug gegen Mittag in Hanoi ein. Weil wir bisher fast keine Fotos von vietnamesischen Zügen hochgeladen haben, hier noch ein paar:

Die grösste Sehenswürdigkeit von Hanoi ist wahrscheinlich Hồ Chí Minh himself. Das Mausoleum ist nur morgens geöffnet und man wird in perfekt organisierter sozialistischer Manier am einbalsamierten Präsidenten vorbeigeschleust. Anschliessend kann das Wohnhaus Hồ Chí Minhs und das ihm gewidmete Museum besichtigt werden, was wir selbstverständlich getan haben.

Die Heldentaten Hồ Chí Minhs weckten in uns den Hunger und so setzten wir uns in ein Strassenkaffee und assen Nudeln. Dort gesellten sich Tony und Mai zu uns. Tony lebt in Hanoi und führt als Hobby über Couchsurfing Touristen durch seine Stadt. Mai kommt aus Bangkok hat dort ihr Zahnarzt Studium gerade abgeschlossen und reiste für zwei Wochen in Vietnam. Zu viert gingen wir durch den Literaturtempel Văn Miếu. Tony erzählte uns, dass viele Studenten hierher kommen, um vor Prüfungen den Kopf der Schildkröten zu berühren (diese steht für Weisheit). Prompt trafen wir auf solche Studenten und machten mit ihnen einige Fotos.

Später empfahl uns Tony das Museum der vietnamesischen Frauen, dort lernten wir einiges über das Alltagsleben der Vietnamesen (im Grossen und Ganzen arbeiten die Frauen und die Männer trinken Kaffee und schauen ihren Frauen z. B. beim mauern zu). Auch über die ethnische Vielfalt Vietnams lernten wir einiges mehr. Dank Tony und Mai haben wir vieles gesehen und gehört, was wir sonst nie erfahren hätten- Danke viel Mal.

Auch in Hanoi kann man spazieren und sieht dabei das eine oder andere. Die Stadt hat uns beiden sehr gefallen, auch wenn der Motorradverkehr nicht weniger chaotisch ist als in Saigon.

Nach interessanten zwei Tagen Hanoi, zogen wir weiter zum Touristenmekka  Halong Bucht.