Shanghai

Da wir uns in Hong Kong elektronisch aufgerüstet hatten, konnten wir das Mekka der internationalen Geschäftlimacher verlassen und mit dem Zug nach Shanghai fahren.

In Hong Kong hatten wir ja Alex aus Shanghai getroffen, der uns spontan zu sich eingeladen hat. Nur waren wir vor ihm dort und so telefonierten wir mit seinen Mitbewohnern hin und her bis wir schliesslich den Schlüssel zur Wohnung hatten.  So residierten wir in Shanghai in einer lustigen WG mit Weiwei, die für Miss Earth China arbeitet und fliessend Mandarin, Russisch und Englisch spricht, Nathan aus Genf, der bei einer chinesischen Softwarefirma ein Praktikum macht und Alex aus Saragossa, der eigentlich Philosophie studiert aber gerade in Shanghai für ein mexikanisches online Magazin arbeitet, und als Hobby gerne Haare schneidet:Wir sind allen drei sehr dankbar, dass wir während fast einer Woche ihr Wohnzimmer besetzen durften und wünschen weiterhin fröhliches Zusammenwohnen.

¡Gracias!   谢谢  Merci beaucoup!

Nebst dem Couchsurfen haben wir selbstverständlich auch die Stadt  tourismisiert. Allen voran: the skyline. Wir wollten euch hier exklusiv die Skyline als youtube Filmli, frisch aufbereitet  hinter der chinesischen Firewall der glücklichen Harmonie oder so bieten, leider reicht dazu die Bandbreite und die Geduld nicht ganz. Dafür gibts ein Farbfoto:

I ♥ Schaffhausen...
I ♥ Schaffhausen…

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte, Zwanzig Bilder sagen demnach mehr als 20’000 Worte. Hier also ein paar Bilder von Schaffhausen Shanghai:

Es bleibt der Eindruck dass Shanghai ein bisschen eine Spielwiese für Architekten ist. Für die Architekturfreunde unter unseren Lesern (Hoi Mia!) hier eine kleine Zusammenstellung der Möglichkeiten in Shanghai ein Hochhaus zu bauen:

Shanghai war eine der ersten Städte in China, in welcher der Handel mit ausländischen Barbaren (Engländer, Franzosen, ihr wisst schon) vom Kaiser erlaubt wurde, nachdem die Engländer 1842 den ersten Opiumkrieg gewonnen hatten. Nun wo die Geldmacherei erlaubt war, kamen als erste die Engländer und bauten ihr Quartier, in welchem sie nach ihren eigenen Gesetzen leben durften. Nach und nach kamen andere Ausländer: Franzosen, Amerikaner und Japaner. In diesem Chaos aus unterschiedlichen Hoheitsgebieten, freiem Handel und blühender Industrie gründeten ein paar arbeitslose Seemänner die Grüne Bande und die Rote Bande, welche in mafiösen Strukturen bis in die Zwanziger Jahre Shanghai kontrollierten. In diesem Sumpf aus Drogenhandel, Prostitution und Glückspiel entstand der Ruf Shanghais als abenteuerliche Stadt. Kein Wunder bezeichnet schanghaien eine unethische Methode Seeleute anzuwerben.

Auf Empfehlung von Alex haben wir von Shanghai aus einen Abstecher nach Suzhou unternommen. Mit dem Ultrachinesischnellzug dauerts nur eine halbe Stunde bis zum “Städtchen” Suzhou (6.7 Mio. Einwohner). Die Altstadt ist durchzogen von Wasserkanälen, sodass die Stadt auch “Venedig des Ostens” genannt wird. Nebst den Kanälen ist Suzhou auch für die schönen chinesischen Gärten bekannt.

Nach einem Tag auf dem Land gingen wir zurück in die Metropole Shanghai. Dort trafen wir Thomas, den Bruder von Cait, den wir an deren Hochzeit in Kuala Lumpur getroffen hatten. Mit Thomas gingen wir essen und tranken anschliessend einige Biere und jetzt können wir uns nicht mehr ganz an alles erinnern. Leider sind auf den meisten Fotos dieses Abends nur verschwommene Flecken zu sehen, weshalb wir hier auf eine Veröffentlichung verzichten. Es war auf jeden Fall ein lustiger Abend und wir haben es sehr genossen. Danke viel Mal.

Nach fast einer Woche in Shanghai war es an der Zeit den grossen Zug der Volksverständigung zu nehmen und nach Peking zu düsen.

Und zum Schluss noch dies:
Samuels neue Frisur bei Ankunft in Peking, wo er sicher in einem Coworkingspace ein paar Projekte realisieren wird und in Zürich auch.

Samuel neu ein bisschen "berlinisch"
Samuel neu ein bisschen “berlinisch”

 

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