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Chau Doc – mitten im Nirgendwo

Nach ein paar Tagen Phnom Penh beschlossen wir nach Vietnam weiterzureisen. Mitentscheidend war, dass unsere Visa für Vietnam ab sofort und 30 Tage gültig war. D. h. je länger wir in Kambodscha rumlungerten, desto kürzer war die Zeit, die wird legal in Vietnam verbringen dürfen. Mit der Schiffsfahrt von Siem Reap nach Phnom Penh im Kopf buchten wir eine Bootsfahrt nach Chau Doc in Vietnam. Bis die pittoreske Schiffsfahrt begann, wurden wir mit dem Minibus bis zur Grenze chauffiert. Dort gaben wir unsere Pässe einem Mann ab, der versprach, sich um unsere Stempel zu kümmern. Zu Fuss und ohne Pass gingen wir über die Grenze bis zur Anlegestelle:

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Grenzübergang zwischen Kambodscha und Vietnam ohne Pass? Hmm.

Dort bekamen wir jedoch unsere frisch gestempelten Pässe zurück und stiegen beruhigt auf unser Schiffli:

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unsere Rucksäcke drauf; das muss unser Schiffli sein.

Der Mekong zerteilt sich im Unterlauf in viele verschiedene Arme, welche zusammen mit den künstlich angelegten Bewässerungskanälen ein riesiges Labyrinth von Wasserstrassen ergeben. Diese Region bildet das berühmte Mekong-Delta. Auch auf dieser Schiffsfahrt gab es das eine oder andere Sehenswerte:

Schliesslich landeten wir in Chau Doc. Dort hatten wir im Hotel “Homestay” eine Nacht gebucht und dabei nicht (nichts?) viel gedacht. Im Internet stand eine Adresse und so dachten wir, dass wir dort übernachten werden. Wie das so ist, wenn man verschwitzt und müde mit einem Touristen-Fahrzeug an einen neuen Ort ankommt,  wird man sogleich von allen möglichen Leuten bestürmt dies und das zu kaufen. Gleich bei der Anlagestelle bot ein Cyclo – Fahrer uns zu unserem Hotel zu fahren.  Nach einigem Hin und Her willigten wir schliesslich auf sein intensives Drängen ein und so radelte der Fahrer los.  Nach ca. 6 km Fahrt auf dem Veloanhänger und dem Hotel “Homestay” nirgends in Sicht, suchten wir ein Internet um herauszufinden, wo wir wirklich hin sollten. Das Internet war schnell gefunden, ebenso eine Telefonnummer und eine Adresse.

Internet gefunden tscheck, Cyclo-Fahrer und Nathalie am sich erholen...
Internet gefunden tscheck, Cyclo-Fahrer und Nathalie am sich erholen…

Ein Telefonat später fuhr uns der Cyclo-Fahrer zurück in die Stadt. Dort angekommen fiel der Groschen langsam und es stellte sich heraus, dass es kein Hotel “Homestay” gibt, sondern eine Agentur, die private Gästezimmer vermittelt (wer hätte das gedacht bei diesem Namen?!). Die Agentur organisierte sogleich die Fahrt zu dem gebuchten Gästezimmer auf dem Rücksitz von zwei Motorrollern.

Mototaxi mit Gepäck-  Helm ist inklusive
Mototaxi mit Gepäck- Helm ist inklusive

Wir landeten in einem Bauernhaus, weit weg von jeglichem Tourismus-tamtam. Unsere Gastgeber sprachen kein Wort Englisch oder Französisch, sodass schon der kleinste Versuch von Kommunikation in hilflosem Schulterzucken endete. Daher beschlossen wir im nächsten Café etwas trinken zu gehen. Dort wurden wir auch sehr freundlich empfangen und gwunderig angeschaut aber die Kommunikation funktionierte hier nicht besser – also gar nicht. Und statt eines Bieres bekamen wir einen Eistee- auch fein. Nach einer erholsamen Nacht gab es ein feinstes Zmorge: Reissuppe mit Leberstückchen und vietnamesischen Kaffee:

mmmh Leberstückli in Reissuppe zum Zmorgen, besser kann der Tag fast nicht starten
mmmh Leberstückli in Reissuppe zum Zmorgen, besser kann der Tag (fast) nicht starten

So gestärkt, führte uns Jin (von der Agentur) auf die Felder der Umgebung und erklärte uns die vietnamesische Landwirtschaft.

Am späteren Nachmittag fuhren wir mit zwei Mototaxis zum Mount Sam. Damit Sämi ein Föteli von sich auf seinem Berg machen konnte und zum Sonnenuntergang, weil man das als Tourist so macht in Chau Doc:

diesmal nicht sonderlich spektakulär: der Sonnenuntergang
diesmal nicht sonderlich spektakulär: der Sonnenuntergang
stolzer Samuel auf seinem Berg
stolzer Samuel auf seinem Berg

Nach zwei Tagen auf dem Land ging es weiter nach Ho Chi Minh City aka HCMC aka Saigon. Weil dort kann man auch nach 21:00 Uhr ein Bier trinken.

Der Plan

In eigener Sache (so wie eigentlich alles hier): Wenn man rechts oben auf “DER PLAN” klickt, kann man unsere neueste technische Errungenschaft sehen: Die elektrische Karte.

In blau die (detailreiche) Routenplanung, in rot die tatsächliche Route, und in gelb einige der grösseren Abstecher die wir unterwegs unternommen haben.

Irgendwann kommen dann noch ganz viele zusätzliche Features und Infos, aber Nathalie klaut mir immer den Laptop für ihre eigenen Projekte (3 Oscar-Liveticker parallel verfolgen, etc.). Und für Tourismus müssen wir manchmal auch noch etwas Zeit aufwenden.

Vielleicht sollten wir auch mal ein wenig mehr Zeit aufs vorwärtskommen verwenden: Nach eineinhalb Monaten haben wir ca. einen Viertel unserer Reisezeit hinter uns, aber erst etwa einen Zehntel der Strecke geschafft 🙂

Grüsse aus Phnom Penh!

Der Plan und die Realität, Stand 3.3.2014
Der Plan und die Realität, Stand 3.3.2014

 

Visa Run oder 20 Minuten Myanmar

Während wir auf Christian warteten ist leider unser 14-Tage-Visum abgelaufen. Um die Legalität unseres Thailandaufenthaltes jederzeit zu gewährleisten, haben wir einen “Visa Run” nach Ranong bzw. Kawthaung gebucht. Dabei geht es darum, schnell aus Thailand auszureisen, in ein anderes Land ein- und auszustempeln und dann wieder in Thailand einreisen. Dies gilt als komplett neue Einreise und die Beamten stempeln  ein druckfrisches Visum in den Pass.

Ferien in Myanmar erfordern deutlich mehr bürokratischen Aufwand. Zudem liegt Myanmar nicht auf unserer geplanten Route (hier könnt ihr euch einen Link auf unsere Routenplanung vorstellen), daher verbrachten wir dort nicht mehr Zeit.

Früh morgens ging es los mit dem üblichen Toyota – Minibus:

Batman Minibüsser
Batman Minibüsser

Die drei Minibusse fuhren, als übten sie für den Grand Prix von Thailand – sofern es diesen jemals geben sollte. Wir waren auf jeden Fall beide erleichtert, dass wir ohne Zwischenfälle hin und zurück gefahren wurden.

In Ranong angekommen wird man aus Thailand ausgestempelt. Und darf auf das Holzschiffli nach Myanmar. Von diesem aus lassen sich die Schmuggelboote betrachten (angesichts der vielen Checkpoints und Kontrollen gehen wir davon aus, dass es sich um Schmuggler handelt):

Schmugglerschiffli
Schmugglerschiffli saugföolich

Nach circa einer Stunde Überfahrt kommt man endlich ins Land der goldenen Pagoden und des “Honey Bear Hotel”.

einladend: Hotel in Myanmar
einladend: Hotel und goldene Pagode in Myanmar

Im Zollhäuschen am Pier wurden wir sodann in Myanmar ein- und ausgestempelt und verbrachten so circa jeweils 5 Sekunden offiziell in Myanmar.

Bevor es zurück zum Schiffli ging, haben wir die Gelegenheit gepackt um ein Föteli von uns zu machen:

Samuel und Nathalie im Land von Aung San Suu Kyi
Samuel und Nathalie in Myanmar

 

Schiffs Tuk tuk
Schiffs Tuk tuk

Diese sechs Zylinder tuckerlten uns zurück nach Ranong , wo wir frisch in Thailand einstempelten und uns vom Toyota-Minibus zurück nach Khao Lak chauffieren liessen.
Dort waren wir gerade rechtzeitig zurück um das Sonnenuntergangsbier in der Thai Bar zu trinken:

und nochmals: der Sonnenuntergang
und nochmals: der Sonnenuntergang

Treffpunkt Georgien?

Dania und Martin sind am Dienstag 11. 02.2014 in Balgach (Rhintl) mit dem Velo in Richtung Singapur losgefahren. Ennig abenteuerlustig Hoi!

Wie einige von euch vielleicht wissen, gedenken wir Dania und Martin in Georgien zu treffen.

Wer mehr über ihre Reise erfahren will, ist dort genau richtig.

Wir freuen uns darauf, viel Spannendes und möglichst wenige Velopannen mitzubekommen.

so isch rächt
so isch rächt

In diesem Sinne euch beiden alles Gueti, wir werden auf jeden Fall regelmässig euren Blog lesen…

Advanced Gait Training

Dieser Artikel ist speziell für die Helden der Arbeit bei ABILITY gedacht. Bei uns wird natürlich nicht nur dem frohen Nichtstun gefrönt, sondern auch fleissig nach neuen technologischen Trends auf dem Gebiet der Neurorehabilitation Ausschau gehalten:


Outdoor Fitness in Kuala Lumpur, Malaysia

In diesem Sinne, viele Grüsse in den Technopark!

Tour de Singapour

Seit einer Woche tümmeln wir nun in Singapur und essen, laufen, schwitzen, trinken, staunen.

Obwohl Samuel in einem anderen Blog hier in der Nähe schon ziemlich viel von Singapur erzählt hat, gibt es wieder viel Neues (und Altes) zu berichten. Es sei kaum zu glauben, wie schnell sich hier alles ändert und entwickelt, sagt er.

Da sind beispielsweise die Gardens by the Bay hinter dem Marina Bay Sands:

das berühmte marina bay sands ganz fertig
Das berühmte marina bay sands ganz fertig
skyline singapur alles höher als in winti
Skyline Singapur – alles höher als in Winti
in den Gardens by the Bay haben die verrückten Singapurer etwa zwanzig solcher künstlicher Bäume hingestellt . Diese sind bewachsen mit verschiedenen Kletterpflanzen und werden abends farbig beleuchtet.
In den Gardens by the Bay haben die verrückten Singapurer etwa zwanzig solcher künstlicher Bäume hingestellt . Diese sind bewachsen mit verschiedenen Kletterpflanzen und werden abends farbig beleuchtet.
da kann Winti mit dem Busbahnhof einpacken!
Da kann Winti mit dem Busbahnhof einpacken!
und nochmals weils so schön ist
Und nochmals weils so schön ist

Das Gute an Singapur ist, dass man alles essen kann, weil es strenge Lebensmittelkontrollen gibt. Das Schlechte ist: es kann seeeehr scharf sein und man muss mit Stäbli oder den Händen essen, sodass es ab und an zu einer Sauerei kommt (die haben wir leider vergessen zu fötelen). Aber bis jetzt war alles sehr fein.

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Nach drei Nächten in unserer Nobelabsteige Gap Year Hostel- mit Zimmer ohne Fenster und Duschen die ins WC integriert sind- hat uns Heidi (alte Samuel Bekanntschaft) freundlicherweise angeboten bei ihr im Condo zu wohnen. Jetzt könnten wir -wenn wir nur wollten- Folgendes nutzen: schätzungsweise sechs Schwimmbecken, eine Joggingstrecke mit Vitaparcours-Übungen, einen Kraftraum (der Erinnerungen ans Turnen weckt). Und einen Portier…. Danke Heidi und Helen!

Vorher:

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Nachher:

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Weiter auf dem Programm stand das Abklappern von Samuels Nostalgiepünkten:

  • Viet (Bekannter von Samuel) hat uns zu Kollegen von ihm eingeladen, die im neunzehnten Stock wohnen. Wir sind zum Glück nicht runtergefallen:

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  • Auf dem Campus der NTU (Nanyang Technical University) haben wir zwei Stunden lang Samuels altes Lab gesucht und gefunden. Und es sah (fast) genau gleich aus wie damals:

Cubicle 2010:

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Cubicle 2014 (Achtung neuer Drucker!):

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Das ganze Dinge anschauen und lädelen macht müde Füsse. Aus wissenschaftlichen Gründen haben wir nun einen Schrittezähler; unser Rekord sind 31’893 Schritte an einem Tag! Jetzt wissen wir jederzeit ganz genau wie müde unsere Füsse und Beine sind.

Am Sonntag Abend haben wir Caitlyn (alte Singapur Bekannte von Samuel) und Abi (ihr Mann) zum Abendessen in einem Foodcourt (eine Ansammlung bunt gemischter Essensstände mit gemeinsamen Tischen)  getroffen. Dort gab es das beste Chili Crab, die besten Satay Spiessli und Rochen mit Chili und “Veggie”, Gemüse anscheinend. War sehr fein.

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Im Verlauf des Abends hat uns Cait dann zu ihrer chinesischen Hochzeit mit Abhi in Kuala Lumpur am nächsten Samstag eingeladen – da Abhi Inder ist haben sie vor zwei Wochen in Indien auch bereits indisch geheiratet, was anscheinend eine ausergewöhnliche Erfahrung (5 Tage) gewesen sein soll.

Da man sich für einen solchen Anlass passend kleiden muss, und Cait selbst noch kein Hochzeitskleid hatte, nahm sie uns mit zum Shopping im “People’s Park Complex”, ein ganzes Shoppingcenter voller Textilhänder und Schneiderläden. Im “Golden Scissors Dressmaking” haben wir uns dann eingedeckt:

DSC08946 (Bearbeitet)

Anschliessend hatten wir noch Zeit für eine Tour durch Chinatown. Da bald Chinese New Year ist, wurde das ganze Viertel dekoriert und alle Verkaufsstände verkaufen lustige Dinge deren Zweck wir nicht verstehen:

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Und bei Nacht sehen die Strassen in Chinatown so aus:

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Cait und Nathalie am Hindu Tempel anschauen bzw. was daneben ist:

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Altar vom Tempel  der  Zahn Reliquie von Buddah oder so (die Zahnreliquie haben wir übrigens auch gesehen, durften sie aber nicht fotografieren)…

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Unsere kulinarische Entdeckungsreise haben wir schliesslich noch mit einem originalen Singapur-Laksa gekrönt, zusammen mit Samuel’s Adventure-Club-Freunden Joel und Huiming. (Wer findet die beiden in diesem Artikel wieder?)

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Unterdessen haben wir unseren Heimweg angetreten, daher wird dieser Artikel in Kuala Lumpur ins Netz gestellt.

 

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